Informatiker/innen

Wer in der Informatik arbeitet, findet spannende Aufgaben. Informatik ist Kommunikation, bedeutet Arbeit in Teams und Projekten, bedeutet Zusammenarbeit mit Fachleuten aus verschiedenen Gebieten. Man wirkt mit an der Entwicklung neuer Lösungen oder optimiert bestehende Systeme und Abläufe im Betrieb. Und gerade weil die Informatik überall vorkommt, ist eine Grundbildung in diesem Bereich als Informatiker/-in auch eine sehr gute Grundlage, falls man später eine Weiterbildung machen möchte. Informatik und Mediamatik sind gute Sprungbretter in eine erfolgreiche und vielseitige Berufswelt mit vielen Karrierechancen.

Informatiker/innen mit Schwerpunkt Applikationsentwicklung
sind Fachleute in der Entwicklung von Software. Sie realisieren Programme für Dienstleistungs-, Industrie- und Gewerbebetriebe. Sie arbeiten in Teams und haben oft auch Kundenkontakt.

Informatiker/innen mit Schwerpunkt Systemtechnik
sind Fachleute für Gesamtlösungen. Zu ihren Aufgaben gehören das Ausarbeiten von Informatikkonzepten, die Installation von Systemen und Software, die Erweiterung von Informatikanlagen sowie die Anwender/innen-Schulung.

Informatiker/innen generalistischer Ausrichtung
sind Fachleute mit breitem Informatik-Grundwissen. Sie übernehmen Aufgaben in den Bereichen Netzwerk, Support, Software-Entwicklung und Benutzerschulung.



Kontaktadresse

Rolf Schaub, 061 552 94 01,

Anforderungen

APPLIKATIONSENTWICKLUNG
Sehr gutes logisch-abstraktes Denkvermögen
Sinn für theoretische Vorgänge und Abläufe
Freude an der Schaffung von Lösungen
Freude am Experimentieren
Freude an exakter Denk- und Arbeitsweise
Fähigkeit im Team zu arbeiten, gute Kommunikationsfähigkeit und Dienstleistungsverständnis
Bereitschaft, sich ständig weiterzubilden

SYSTEMTECHNIK
Gutes logisch-abstraktes Denkvermögen
Sinn für theoretische Vorgänge und Abläufe
Freude an exakter Denk- und Arbeitsweise
Interesse am Lösen komplexer Aufgabenstellungen
Freude am Experimentieren
Geduld
Freude an der Arbeit mit dem Computer
Permanente Lernbereitschaft
Breites Interessenspektrum
Freude an der Arbeit im Team
Gute Kommunikationsfähigkeit und Dienstleistungsverständnis

GENERALIST
Logisch-abstraktes Denkvermögen
Rasche Auffassungsgabe
Räumliches Vorstellungsvermögen
Ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit
Geduld und Ausdauer
Gute Englischkenntnisse
Teamfähigkeit
Breites Allgemeinwissen

Vorbildung

Für eine Lehre als Informatiker/in braucht es in der Regel einen Volksschulabschluss der obersten Stufe, sowie Interesse und gute Leistungen in Mathematik und in den naturwissenschaftlichen Fächern. Ein Flair für technische Zusammenhänge und gute Sprachkenntnisse (d/e) sind von Vorteil.

Ausbildung/Fächerspiegel

Die berufliche Grundbildung dauert 4 Jahre. Sie richtet sich nach dem Schuljahr der gewerblich-industriellen Berufsfachschule Muttenz.
Die Ausbildung umfasst folgende Teile:
* den allgemein-bildenden Unterricht (ABU)
* Allgemeine Berufskenntnisse (Mathematik, Physik, Chemie, Wirtschaft und Englisch)
* min. 12 grundlagenbezogenen Module
* min. 6 schwerpunktbezogene Module aus vorgegebenen Komptenzfeldern
Die Modulpläne der kantonalen Schwerpunktausbildungen können unter der Rubrik Dokumente heruntergeladen werden.
Die kantonale Ausbildung gilt für folgende Schwerpunkte:
* Applikationsentwicklung
* Systemtechnik
* Generalistische Ausrichtung
Die Bildung ist an allen Lernorten auf den Erwerb von Handlungskompetenzen ausgerichtet. Handlungskompetenz ist die Fähigkeit, eine Handlung vollständig und effizient auszuführen und auf die Situation abzustimmen.
In der schulischen Bildung und den überbetrieblichen Kursen werden die Handlungskompetenzen in den Modulen vermittelt.

Betriebliche Ausbildung

Die Firma schliesst mit der/dem künftigen Lernenden einen Lehrvertrag ab. Der Lehrbetrieb muss dabei die Mindestanforderungen erfüllen, siehe Reglement (Berufsbildungsgesetz und Bildungsverordnung).
Im Zentrum der betrieblichen Bildung stehen die produktive Arbeit und das Lernen beim Arbeiten. Der Lehrbetrieb plant die Lehre gemäss dem Leitfaden „Bildung in beruflicher Praxis“ (siehe Kap. 9.3) und erstellt für die lernende Person einen individuellen Bildungsplan, der das Einsatzgebiet, die Abteilung, die geplante Einsatzdauer und die Zuständigkeiten aufzeigt. Berücksichtigt wird dabei, dass die Lernenden die Inhalte, welche sie in der Berufsfachschule lernen, im Betrieb anwenden sollen

Überbetriebliche Kurse, ÜK

Die überbetrieblichen Kurse sind für alle Lernenden obligatorisch. Die ÜK werden entweder vom ILV oder der Aprentas angeboten
- Informatiker/Informatikerinnen müssen 6 üK-Module à je 5 Tagen.
Nach Beginn der Lehre wird der Lehrbetrieb durch den ILV kontaktiert, damit der Betrieb die Lernenden zu den ÜK anmelden kann. Ermöglicht der Lehrbetrieb den Lernenden ein Basislehrjahr, sind dort alle ÜK enthalten.

Berufsfachschule

Im Normalfall besuchen die Lernenden wöchentlich während zwei Tagen den berufskundlichen und allgemeinbildenden Unterricht an der Berufsfachschule. Im Modulplan sind Umfang und Inhalt der schulischen Bildung ersichtlich.

Berufsmatura, BM

Lernende, welche die Berufsmatur besuchen, haben 1 Tag Berufsmatur-Unterricht und 1 Tag berufskundlichen Unterricht.

Abschluss

Die berufliche Grundbildung Informatik dauert vier Jahre und berechtigt - der erfolgreiche Abschluss des Qualifikationsverfahrens vorausgesetzt - zum Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ).